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was Hänschen nicht lernt... Ernährung muss lecker UND gesund sein

Auf LinkedIn ist soeben dieser Artikel erschienen: der neue Ernährungsreport zeigt es mal wieder: von einer guten Ernährung sind wir noch weit entfernt. Und das fängt schon früh an...


Der gerade erschienene Ernährungsreport 2019 zeigt mal wieder: die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen sind weder gesund noch nachhaltig. Ja klar, jeder von uns weiß eigentlich, wie man am besten isst: Obst und Gemüse auf dem lokalen Markt einkaufen, am liebsten bio vom Erzeuger, wenn Fleisch, dann gutes vom Metzger mit dem Vertrauen in die artgerechte Tierhaltung, und dann frisch, lecker und abwechslungsreich zubreiten. Soweit die Theorie - aber die Praxis sieht halt leider anders aus. Da helfen auch keine Kochshows, die auf jedem Sender dudeln, keine Kochbuchauflagen in Millionenhöhe, Foodblogs zuhauf mit wunderschönen Bildern: der durschnittliche Deutsche weiß gar nicht mehr, wie man sich gut, günstig und lecker versorgt.

Und das fängt schon ganz früh an: das Familienwissen zum Thema Ernährung geht immer mehr zurück. Viele Kinder kennen häufig weder den Zusammenhang zwischen Ernährung und Leistungsfähigkeit noch die einfachsten Grundlagen von Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln. Eine systematische Abhängigkeit von Geschmacksverstärkern und hohem Zuckeranteil der industriellen Massenproduktion wird da einfach in Kauf genommen. Und in unseren Schulen, die durch die Ganztagsentwicklung immer mehr die Verantwortung für die Mittagsversorgung übernehmen müssen, sieht es noch viel schlimmer aus. Ein bezeichnender Instagram-Account von Schülern heißt "Schulessen - hier gibt´s Müll". Da es sich für die Kommunen, die für die Organisation der Schulmensen verantwortlich sind, immer nur um den Preis dreht, ist ein umkämpfter Markt für Cateringunternehmen entstanden, bei denen das billigste Massenesssen gewinnt - egal, woher es kommt, wieviele Kilometer es auf dem Buckel hat oder wie es aussieht. Und meist müssen die Eltern auch noch den Löwenanteil bezahlen, der dann überwiegend im Müll landet. Eine gigantische Lebensmittelverschwendung kommt da zusammen, wie schon die Dokumentation "Taste the waste" 2010 darstellt, woran sich bis heute leider nicht viel geändert hat.

Die Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sind in vielen Fällen nicht einmal Gegenstand der Ausschreibungen, und wenn doch, findet weder eine Überprüfung noch eine regelmäßige Qualitätskontrolle statt. Die Eltern und Schüler werden zu wenig einbezogen, viele Speisepläne sind langweilig und immer wiederkehrend. Bei vielen Schulen bildet sich so ein Teufelskreis: weil die Schulmensa schlecht angenommen wird, lohnt es sich nicht, gute und abwechslungsreiche Ernährung anzubieten. Dabei gibt es zuverlässige Kostenberechnungen, die aufzeigen, dass selbst eine aufwendige Frischküche erschwinglich wird, wenn nur genügend Schüler am Essen teilnehmen.

Aber noch einmal zurück zu den Kindern: Hier rechtzeitig anzusetzen, damit sie die Chance auf eine gesundes Aufwachsen unabhängig vom sozialen Hintergrund haben, ist nach meiner Ansicht eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Dafür gibt es eine Initiative des Vereins "Tischlein Deck Dich e.V." für gemeinsames Kochen mit Kindern: Das "KiKoMo"- mit Spaß und Wissen zu leckerem Essen. Kinder können in diesem autarken KinderKochMobil selbst erleben, wie lecker gesunde Ernährung sein kann. Mit erfahrenen Köchen und pädagogischer Begleitung lernen sie die Welt des Geschmacks genauso kennen wie die Prinzipien der Nachhaltigkeit. Mit diesem bundesweiten Pilotprojekt wird erstmals auch das Thema Wertevermittlung im Zusammenhang mit Autarkie, Genuss und Gesundheit transportiert. Ein ganzheitlicher Ansatz, der auch bundesweit für Kooperationen genutzt werden kann.

Möchten Sie diesen Ansatz unterstützen? Kommen Sie gern auf mich zu. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.